Unsere Geschichte

Die Stadtrandsiedlung Malchow ist ein besonderer Teil Berlins – ruhig gelegen und zugleich fest mit der Stadt verbunden. Als Ortsteil des Bezirks Pankow grenzt sie an Weißensee, Heinersdorf, Blankenburg sowie an Hohenschönhausen, Malchow und Karow. Auch das Brandenburger Umland beginnt hier direkt vor der Tür.

Seit der Berliner Bezirksreform im Jahr 2001 gehört die Stadtrandsiedlung Malchow offiziell zu Pankow, während der historische Dorfkern von Malchow dem Bezirk Lichtenberg zugeordnet ist. Die eigentliche Siedlung liegt im Süden des Ortsteils und ist geprägt von einer einzigartigen Mischung aus Wohngebiet, Natur und Freiraum. Große Teile der rund 5,7 km² umfassenden Fläche bestehen aus Wiesen, Feldern, einer Kleingartenanlage und einem Golfplatz.

Mit ihren 453 Parzellen und rund 1.100 Einwohnern zählt die Stadtrandsiedlung Malchow zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Berlins – ein Ort, an dem Nachbarschaft, Ruhe und Lebensqualität im Mittelpunkt stehen.

Ein besonderes Merkmal sind die Straßennamen der Siedlung: Sie erzählen Geschichten aus der nordischen und germanischen Mythologie und verleihen dem Viertel einen ganz eigenen Charakter.

Die Ursprünge der Siedlung reichen zurück ins Jahr 1934. Inmitten der Weltwirtschaftskrise entstand hier eine sogenannte Erwerbslosen- und Kurzarbeitersiedlung. Ziel war es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die Selbstversorgung zu fördern. Die großzügigen Grundstücke boten Platz für Obst- und Gemüseanbau sowie Kleintierhaltung – ein wichtiger Bestandteil des damaligen Lebens.

Die typischen Doppelhäuser wurden bewusst einfach und kostengünstig geplant und waren auf Familien mit mehreren Kindern ausgelegt. Wer eine Siedlerstelle erhalten wollte, musste tatkräftig mit anpacken: Zwischen 1.000 und 4.000 Stunden Eigenleistung waren erforderlich. Im Gegenzug erhielten die Siedler die Möglichkeit, ihre Parzellen langfristig zu nutzen und perspektivisch zu erwerben.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich das Leben in der Siedlung stetig weiterentwickelt. Die ursprüngliche landwirtschaftliche Nutzung ist zurückgegangen, während die Wohnhäuser erweitert und modernisiert wurden. Ausbauten, Anbauten sowie neue Nutzungen der Nebengebäude prägen heute das Bild – immer mit dem Ziel, zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen.

Um den besonderen Charakter der Siedlung zu bewahren, wurde 1998 eine Erhaltungsverordnung beschlossen. Sie sorgt bis heute dafür, dass bauliche Veränderungen im Einklang mit dem historischen Erscheinungsbild stehen.

So verbindet die Stadtrandsiedlung Malchow ihre Geschichte mit der Gegenwart – und bleibt ein Ort, an dem Tradition und Zukunft Hand in Hand gehen.

Zusätzlich verweisen wir auf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Stadtrandsiedlung_Malchow

Download

Erhaltungsverordnung SRS Malchow
Hier finden Sie als als offiziellen Download den kompletten, 1998 in Papierform, erschienenden Kriterienkatalog für die Stadtrandsiedlung Malchow, der bis heute uneingeschränkt Gültigkeit hat. Für weiterführende baurechtliche Fragen wenden Sie sich bitte ausschließlich an das zuständige Bauamt.
Kriterienkatalog-Malchow-2026.pdf